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Samstag, 3. Mai 2014

Bertina Henrichs: Die Schachspielerin

Die in Paris lebende Deutsche Bertina Henrichs schrieb 2005 ihren ersten Roman, den sie "Die Schachspielerin" nannte. Wie der Titel verrät, geht es in diesem Buch um unseren Lieblingssport:
Eleni lebt mit ihrem Mann, einem Automechaniker, und ihren beiden halbwüchsigen Kindern auf Naxos. Sie arbeitet in einem Hotel als Stubenmädchen. Eines Tages stößt sie beim Aufräumen eines Zimmers eine Schachfigur um. In ihr verstärkt sich mit der Zeit der Wunsch, dieses geheimnisvolle Spiel zu erlernen. Aus diesem Grund schenkt sie ihrem Mann zum Geburtstag ein Schachspiel, damit sie miteinander Schach lernen. Doch ihren Gatten interessiert es nicht.
Eleni überlegt nun, das Spiel alleine zu erlernen, trotz ihrer Befürchtungen, das gehöre sich für ein einfaches Stubenmädchen nicht...
Ein einfach und unterhaltsam zu lesender Roman, der gut vermittelt, welche Leidenschaft Schach in manchen Menschen entfachen kann.

Samstag, 25. Januar 2014

Lushins Verteidigung

Bereits Weihnachten 2012 erhielt ich von meiner Gattin den Roman "Lushins Verteidigung" von Vladimir Nabokov:

Der kleine Lushin, eine rein fiktive Figur Nabokovs, lebt im russischen St. Petersburg. Er ist bereits sehr bald ein sozial abgekapselter Mensch, der weder zu seinen Eltern noch zu seiner Gouvernante eine enge oder gar liebevolle Beziehung hat. Auch seinen Mitschülern geht er bei jeder Gelegenheit aus dem Weg, er wird der Prototyp eines Einzelgängers.
Durch Zufall fällt ihm ein Schachspiel in die Hand. Ein Bekannter seiner Tante bringt dem Buben die Feinheiten des Spiels näher. Bereits nach kurzer Zeit besiegt Lushin seinen ersten Lehrmeister und in der Folge viele Erwachsene.
Als "Wunderknabe" wird er nun herumgereicht, bestreitet unter der Schirmherrschaft seines "Managers" Walentinow zahlreiche Turniere, Simultan- und Blindspiele. Bald gilt er als einer der Anwärter auf den Weltmeistertitel.
Lushin lebt nur im Reich der 64 Felder und altert sehr schnell, die Aura des Wunderkindes verblasst, die richtig aufsehenerregenden Turniererfolge bleiben wegen des zuletzt praktizierten vorsichtigen Spielstils aus. Da lässt ihn Walentinow fallen.
Der nun auf sich allein gestellte Lushin will das große Schachturnier in Berlin bestreiten und es noch einmal ganz genau wissen, denn der Sieger darf den amtierenden Weltmeister herausfordern....

Empfehlung: Lesenswert!
Der Roman wurde im Jahr 2000 auch verfilmt.

---> Vladimir Nabakov (wikipedia)!
---> zur Buchvorstellung beim Rowohlt-Verlag!
---> zu einer Filmbeschreibung!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Carl Haffners Liebe zum Unentschieden

"Der Trend zum Zweitbuch wächst!" sagte unser verstorbener Schachfreund Klaus Ellmauer schon vor Jahrzehnten, nachdem er seine Buchhandlungen eröffnet hatte.
Also schenkte ich mir zu Weihnachten für meinen Kindle einen Schachroman des Österreichers Thomas Glavinic: "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden".

Es geht darin um den Wiener Schachmeister Carl Haffner, der bekannt für seinen sicheren Spielstil ist. Nach vielen nationalen und internationalen Erfolgen darf er schließlich gegen Weltmeister Emanuel Lasker in einem Weltmeisterschaftskampf antreten. Bis zur zehnten und letzten Partie führt Haffner mit einem Sieg, den er in Runde 5 durch einen Fehlgriff Laskers errungen hat.
Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel: Mit einem Remis ist der Herausforderer Weltmeister. Bei einer Niederlage endet der Wettkampf unentschieden und Lasker bleibt Champion.
In diesem letzten Spiel wirft Haffner seine immer praktizierte Spielweise über Bord....

Die Figuren in Glavinics Roman sind teils historisch, teils fiktiv. Carl Haffner stellt mehr oder weniger Carl Schlechter dar, der wirklich 1910 gegen Lasker einen WM-Kampf über 10 Runden unentschieden halten konnte.

Der Autor war bis Ende der 90er-Jahre selbst aktiver Turnierschachspieler. 2039 war seine höchste jemals erreichte nationale Elozahl, in der Fide-Liste wird er mit 2125 geführt. Soweit man aus den vorgenannten Aufzeichnungen ersehen kann, dürfte er aber nie sehr viel gespielt haben.

Meine Empfehlung für diesen Roman: Lesenswert, nicht nur für Schachspieler!

---> Das Buch auf der Webseite von Thomas Clavinic!
---> ausführliche Rezension bei Zeit online!
---> Glavinic bei "Willkommen Österreich"!