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Samstag, 20. Juni 2015

Fans und "Faninnen"

Quelle: Pixabay/tpsdave
Ein Schlager singender Ex-Sportler bedauerte in einem Interview einmal das schwere Leben als Prominenter. Sogar auf seinem Hausbalkon wäre einmal eine Bewunderin weiblichen Geschlechts aufgetaucht. Diese "Fanin" (O-Ton) hätte er des Balkons verweisen müssen.

Fans und "Faninnen" haben beim Schach nur die echten Großmeister wie Carlsen und Co.

Doch unsereiner freut sich, wenn bei einem Turnier Klubkollegen kurz auf einen Besuch vorbeischauen. So zuletzt in Maria Alm geschehen: Zuerst beehrte uns "Präsi" Thomas Feichtner mit seinem Besuch, einen Tag später schaute auch Günter Hahn vorbei und zuletzt kam auch noch Zivko Danojevic. Das gehört zu echter Kameradschaft dazu. Danke!

Montag, 17. November 2014

Schachfieber

Beim Gespräch mit schachbegeisterten Senioren registrierte ich vor kurzem mit Erstaunen, dass diese gar nichts von der laufenden Schach-WM in Sotschi zwischen Carlsen und Anand wussten. Bei chessbase.de las ich dann, dass Deutschland wegen dieser Veranstaltung im Schachfieber liege (---> zum Bericht).
Jetzt interessierte es mich, ob auch die österreichischen Medien viel über diese WM berichten. Es gibt da nicht wenig, das sich über die Tage und Wochen her angesammelt hat.
Doch am Sonntagmorgen googelte ich mit der Einschränkung "österr. Seiten", ob der samstägige Carlsen-Sieg Aufsehen erregt hat, doch war nur sehr wenig zu finden.
Von einem "Schachfieber" sind wir in Österreich also weit weg, vielleicht haben wir erhöhte Temperatur.
---> zu einem Bericht über Magnus Carlsen in der Wochenend-Ausgabe der SN!

Montag, 6. Oktober 2014

Störversuche

Was unternimmt man, wenn man sich von irgendwelchen Marotten oder Verhaltensweisen des Spielpartners gestört fühlt?

Ewiges Räuspern, Husten, Schniefen, Klopfen...
.. mit den Beinen wippen, dass der ganze Tisch wackelt...
.. mit den Füßen unter dem Tisch gestoßen werden...
.. wegen mangelnder Körperpflege (oder Krankheit) durch Ausdünstungen belästigt werden...
.. wenn der Gegner die möglichen Springerzüge immer am Brett mit den Fingern ausmisst ......

Im letzten Fall klopfte ihm sein Spielpartner mit dem Kugelschreiber auf die Finger. Das hat gewirkt!

Quelle: CC0 Public Domain, pixabay
Laut Regelkunde wendet man sich bei Störungen der eigenen Befindlichkeit durch den Gegner an den Schiedsrichter, der versucht, die Störung zu beseitigen.

Was macht man, wenn der Gegner dauernd die Nägel beißt? Appetitlich ist etwas anderes, greift er doch mit seinen nassen Fingern immer wieder die Figuren an. Ich hatte vor nicht langer Zeit einen derartigen Gegner. Aus lauter Höflichkeit und Friedfertigkeit sagte ich nichts.
Das nächste Mal teile ich ihm mit, dass ich gerade Scharlach hatte. Vielleicht hilft das?! Oder ich schenke ihm einen Nagelknipser! :-)

Samstag, 22. Februar 2014

Schach als Sport

Quelle: pixabay.com
Seit einigen Jahren ist Schach auch in Österreich als Sportart anerkannt. Das war ja Jahrzehnte anders. Doch auch jetzt noch gibt es Neunmalkluge, die Schach den Status als Sport nicht zuerkannt sehen wollen.
Sicher: Muskelkater bekommt man vom Schach nicht, nicht einmal in Zeigefinger und Daumen, auch nicht im Gehirn. Dass aber die Puls- und Blutdruckbelastungen bei ernsthaftem Schach gewaltig hoch sind, sind Tatsachen.
Jetzt bei Olympia ist mir die Erleuchtung gekommen, warum uns vermutlich die oben erwähnten Neunmalklugen den Sportstatus nicht gewähren wollen: Wir spucken während der Schachpartie nicht pausenlos auf den Boden, nicht einmal beim Freiluftschach ...
Das Spucken der Sportler ist eine Unsitte, die meiner Meinung nach schnellsten abgestellt gehörte.

Montag, 27. Januar 2014

Kontumaz

25.1.2014, LLA: Sektionsleiter Feichtner
bei der Begrüßung der Gäste. Dann war
der Wettkampf für ihn gelaufen.
Für Schachunkundige: Im österr. Schach bezeichnet man mit "Kontumaz" einen kampflosen Sieg, wenn Spieler A einen Punkt erhält, weil Spieler B nicht angetreten ist.

Unsere Yokozunas kamen in der 7. Runde der Landesliga A schon zum zweiten Mal in dieser Saison in den zweifelhaften Genuss eines Kontumaz-Sieges. Diese Vorgaben auf vorderen Brettern sind immer nur taktischer Natur und unserer Schachbewegung unwürdig. Die Argumentation, man solle sich nicht beschweren, man habe ja immerhin einen Punkt geschenkt bekommen, gilt nicht. So kann man Schach in der Öffentlichkeit nicht verkaufen, leidet doch unser Sport ohnedies an mangelnder Attraktivität!

Vorschlag für einen Antrag an den Landestag: Wenn ein gesetzter Spieler eines Teams am Antreten zu einem Mannschaftswettkampf verhindert ist, müssen alle hinter ihm gesetzten Mannschaftsmitglieder nachrücken. (Das heißt, es könnte höchstens das letzte Brett kampflos abgegeben werden.) Geschieht das nicht, sind ab dem freigelassenen Brett alle Partien verloren.

Im sportlichen Sinn gerechter wäre folgender, zugegeben sehr radikaler Vorschlag: Hat ein Team in einer Runde eines Mannschaftswettkampfes ein Brett nicht besetzt und somit den Punkt kampflos abgegeben, werden alle in allen Runden auf diesem Brett erspielten Punkte für den Mannschaftsbewerb auf 0 gesetzt.

Sonntag, 5. Januar 2014

Die Hl. Drei Könige im Gasthof

Die Partien bei der Landes-Mannschaftsmeisterschaft werden in der Regel in einem Extrastüberl eines Gasthauses ausgetragen.

Wieso kann ein Wirt einen Spielraum gratis zur Verfügung stellen?
Gratis das Zimmer heizen?
Gratis eine Bedienung abstellen?
...?

Die Antwort und die logische Konsequenz daraus ist jedem vernünftigen Menschen einsichtig.

Quelle: pixabay.com
"Sie kamen von weit her und brachten etwas mit!" heißt es von den Hl. Drei Königen. Öfter scheint der eine oder andere dieser Könige in diversen Spiellokalen mitzuspielen. Sein Mitbringsel: Getränkedosen und/oder -flaschen.
Da kommt bei den Wirten Freude auf, oder?

Donnerstag, 28. November 2013

Weizsäcker kritisiert Carlsen

In Spiegel Online wird der frühere Präsident des Deutschen Schachbundes Robert von Weizsäcker zitiert:
"Carlsen hat gewonnen, weil er der bessere Sportler und nicht der bessere Schachspieler ist. Carlsen spielt und spielt und zwingt den anderen, der über 20 Jahre älter ist, in die vierte und fünfte Stunde. Die Stellung ist im Grunde remis. Aber er spielt immer weiter und sitzt Anand aus", so Weizsäcker, selbst internationaler Fernschach-Großmeister und früherer Präsident des deutschen Schachverbands.
.... Ehrenpräsident Weizsäcker war nicht begeistert von der WM: "Ich kenne keine Weltmeisterschaft, die ich so enttäuschend fand, wie die, die gerade stattgefunden hat." Die Strategie von Sieger Carlsen empfand Weizsäcker als nicht überzeugend. "Denn er hat ihn nicht überspielt, sondern einfach keine Fehler gemacht, abgewartet und dann zugeschlagen." Das Spiel des 22-Jährigen beurteilte er als sehr computerähnlich, blutleer und seelenlos. "Es würde mich interessieren, wie er gegen einen Schachcomputer abschneidet", sagte Weizsäcker.
Die Leistung des neuen Weltmeister und des Mannes, der seit drei Jahren die Weltrangliste mit bisher nicht dagewesenem Vorsprung anführt, nach dem Titelgewinn so abschätzig zu bewerten, ärgert mich. Ich finde das unfair und teilweise ungeschickt. Schließlich wollen wir, dass Schach als Sport anerkannt ist, und dann wird der Begriff Sportler im Zusammenhang mit Carlsen negativ belegt.
Carlsen ist sicher ein "trockener" Spieler. Doch ist das Spielniveau der Weltspitze heutzutage derart hoch, dass Superkombinationen wie in früheren Zeiten von Aljechin oder Tal meist gar nicht mehr möglich sind.