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Freitag, 2. April 2021

Bitte nicht aufregen!

Liebe SchachfreundInnen! Der ---> gestrige Post über den Schachklub Pinzgau war natürlich ein Aprilscherz. Unser Präsi sagt selbstverständlich mannhaft "Nein!" zu Zusammenschluss-Überlegungen, die fallweise schon geäußert wurden.
Wer sich über meine Zeilen wirklich geärgert hat, bei dem/der entschuldige ich mich für meinen schlechten Scherz, vor allem bei der Person, die "sooooo einen Hals gekriegt hat".
Mit einigen Kommentaren sollte allerdings eher ich gehäkelt werden ...

Zur Schachsituation im Pinzgau: Es sollte alles darangesetzt werden, dass mehrere Schachklubs neu gegründet werden. In den Sechziger/Siebzigerjahren gab es einen sehr starken Klub in Kaprun (war sogar einmal Vize-Landesmeister). Neben dem einst großen Saalfeldener Schachklub führte Thomas Haslinger einen Seniorenklub. Bruck besaß einige Jahre einen sehr rührigen Verein (unser Wolfgang Schweiger war sogar eine Zeit lang Obmann). Uttendorf besaß in den Siebzigerjahren neben unserem Klub paradoxerweise einen zweiten Schachverein, eine Sektion des ESV. Und in vielen Orten (Lend, Mittersill, Neukirchen, Bruck) waren/sind private Schachgruppen tätig, die sich nicht organisiert haben.

Vielleicht leidet die Attraktion des Schachspiels in Österreich auch an der Hinterstübchen-Mentalität, die vielen kleinen Klubs anhaftet. Renommierte österreichische Vereine, in unserer nächsten Nähe fallen mir da Lienz und Jenbach ein, haben attraktive, eigene Vereins-Räumlichkeiten. Wenn man die Unterkunft des Zentralschachklubs in Moskau sieht, vor kurzem bei ---> Chessbase veröffentlicht, versteht man, dass Schach in Russland einen ganz anderen Stellenwert hat.

Donnerstag, 1. April 2021

Gründung des Schachklubs Pinzgau?

 
Demnächst dürfte sich in der Pinzgauer Schachwelt einiges bewegen:
Im Bezirk Zell am See gibt es jetzt nur mehr drei mehr oder weniger kleine Schachklubs. Es scheint nun so, als würden in naher Zukunft schon länger bestehende Bestrebungen umgesetzt werden.
Die Schachvereine von Taxenbach, Uttendorf und Zell am See schließen sich ziemlich sicher zum "Schachklub Pinzgau" zusammen. Miteinander hätte man dann 52 Mitglieder, allesamt Turnierspieler, und könnte in der Öffentlichkeit viel präsenter auftreten.

Die drei Obmänner bzw. Präsidenten sind sich im Prinzip schon einig, wobei einzig unser "Präsi" noch etwas zögert. Die Mitglieder der einzelnen Vereine sollen demnächst dazu befragt werden. Wenn diese in jedem Klub mehrheitlich für einen Zusammenschluss sind, wird in einer "Gründungsversammlung" der neue Verein aus der Taufe gehoben und der/die neue PräsidentIn gewählt werden. Diese(r) wird einem Klubausschuss vorstehen, dem neben den üblichen Posten wie Schriftführer, Kassier und deren Stellvertreter auch ein Spielleiter (organisiert Turniere) und je ein Ortsvertreter von Uttendorf, Taxenbach und Zell am See angehören werden.

Welchem Dachverband man beitritt, müsste noch ausgehandelt werden, denn Taxenbach gehört bisher dem ASVÖ, Uttendorf der Union und Zell am See dem ASKÖ an.

Die Klubabende sollen jede Woche abwechselnd in den drei Orten stattfinden. Ein kleiner finanzieller Vorteil in Höhe von etwa € 250,- würde sich ergeben, da man nur mehr für einen Verein Mitgliedsbeitrag beim Schach-Landesverband berappen müsste. Auch wäre nur mehr eine Website einzurichten und zu betreuen, was zusätzliche Einsparungen ergäbe.

Die Mannschaften würden nach der Elostärke ohne Rücksicht auf die Ortsherkunft aufgestellt, wobei alle Heimspiele in Zell am See stattfinden sollen. Die Stadtgemeinde Zell am See würde hier gegen geringe Gebühren geeignete Räume im Ferry-Porsche-Center zur Verfügung stellen.

Falls es zum Zusammenschluss kommt, sollen Mannschaftsdressen angeschafft werden. Dafür gibt es anscheinend schon zahlungswillige Sponsoren aus der Zeller Gastronomie. Das notwendige neue Logo könnte durch einen öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb ermittelt werden, so die Überlegungen.

Man kann gespannt sein, wie sich diese Pläne entwickeln. Wir werden alle Schachfreunde auf dem Laufenden halten.

Meinungen zum Zusammenschluss sowie Ideen für den neuen Großklub interessieren die noch amtierenden Vereinsgranden, könnten aber auch hier unter den Kommentaren deponiert werden.

Dienstag, 30. März 2021

264 Millionen Schachbretter


Weil die "Ever Given" nach ihrer Havarie im Suez-Kanal seit Tagen in den Schlagzeilen ist:
So würde es aussehen, wollte man dieses Riesenschiff im Uttendorfer Badesee schwimmen lassen.
Die Relationen auf dieser Bildmontage stimmen!

Schiffsmaße: rd. 400m lang, 60 m breit, fasst über 20.000 Container = 660.000 m3

😉😀Das Schiff soll diesmal lediglich Holz-Schachbretter in Turniergröße geladen haben, insgesamt 264 Millionen! Jetzt werden manche Großturniere verschoben werden müssen!

Wer die "Ever Given" wo anders anlegen lassen will, kann sich ---> hier spielen!

Samstag, 1. Dezember 2018

Knappe Niederlage nach lustiger Wette

Unsere Yokozunas spielten heute daheim mit den Schachfreunden vom SV Sparkasse Schwarzach, die in der Tabelle der Landesliga A klar vor unseren Burschen liegen. Und ganz knapp wurde der Gewinn eines Punktes verfehlt, Tabellenplatz 7 aber dennoch gehalten.

Die Paarungen:
BRYokozuna UttendorfELOSchwarzach/Pjesak 1ELO2.5:3.5
1Feichtner Thomas2086Ljubic Juro21480.5:0.5
2Lamberger Werner2007Stöckl Norbert Dr.20001:0
3Schöpf Gerhard1923Cardaklija Mirsad19990:1
4Gampersberger Herbert1937Hasanovic Nurija19610:1
5Schweiger Wolfgang1774Hamzic Vahidin19330.5:0.5
6Keferböck Jewgeni1753Bjelosevic Bozo19320.5:0.5

Jewgeni Keferböck konnte auch heute wieder einen halben Punkt erobern. Damit ist er der einzige der Mannschaft Yokozuna, der mehrmals gespielt und noch keinen Nuller ausgefasst hat. Bravo!

Die Tabelle wird morgen nachgeliefert.

Vor dem Match hielt ich mich kurz im Spiellokal auf.
Werner Lamberger jun. zeigte mir die abgebildete Diagrammstellung und meinte zu mir: "Lois, schau dir die Stellung gut an. Ich wette mit dir um einen Euro, dass ich den Bauern in eine Dame umwandeln kann."
Eingedenk, dass das eine totale Remisstellung ist, ließ ich mich auf die Wette ein.
Werner zog den Bauern nach a7, ich Kb7, dann Werner a8D mit dem Triumphgeschrei: "Ich habe den Bauern in eine Dame umgewandelt, einen Euro bitte!" Laut lachend beglich ich meine Wettschuld.
Da meinte Werner: "Jetzt wette ich mit dir um einen weiteren Euro, dass du mit Weiß das nicht zustande bringst." Ahnend, dass dieser Fuchs etwas auf Lager haben wird, ließ ich mich dennoch auf die zweite Wette ein. Also: Ich zog den Bauern nach a7 und Werner meinte trocken: "Ich gebe auf!" Lautes Gelächter ringsum.
Ich war nicht der einzige, von dem Werner kassierte....

Mittwoch, 11. Juli 2018

Universalgenie?

Es hat ja jeder Mensch so seine speziellen Talente, wobei der eine oder andere vom einen oder anderen Talent noch gar nichts weiß - weil er sich in manchen Künsten nie versucht hat ....

Als Volksläufer unterwegs
In unserem Klub haben wir einen akademischen Lehrer, belesen bis zum geht nicht mehr (kennt fast alle Buchhandlungen im In- und Ausland, die er nie mit leeren Händen verlässt). Dieser Mann hat als Jüngling neben der Literatur, seiner Gitarre und dem Jazz das Schach für sich entdeckt und hier das Niveau "starker Klubspieler" erreicht. Neben der Schule und seiner Familie sowie gelegentlichen sportlichen Aktivitäten müsste man mit diesen zeitraubenden Hobbies eigentlich voll ausgelastet sein.
Doch in Zeiten, die man bei manchen als "Midlife Crisis" bezeichnet, begann er plötzlich zu suchen; nach neuen Talenten!

Er entwickelt ein Faible für eines der größten Musikinstrumente, die Tuba. Er bläst sie in der Bürgermusik Saalfelden. Dort wird er trotz fleißigen Übens von Musikprofis immer noch als "Tubaspieler" und nicht als Musikant benannt (---> siehe alten Bericht!).

Da die tiefen, kräftigen Töne dieses Blechblasinstruments sein zartes Gehör beschädigen könnten, entscheidet er sich zusätzlich, als Ausgleich das Violoncello zu streichen. Mit dieser Wahl zeigt er auch wieder seinen Hang zu voluminösen Instrumenten, wobei er sein Können beim Zeller Streichorchester demonstriert. Das Cello produziert zwar auch mehrheitlich tiefe Töne, doch von wesentlich geringerer Phonzahl, dienlich der Schonung seines geplagten Trommelfells.

Zwischenzeitlich kommt er auf den Hund, die "Lotta" (Bild unten links). Diese Hundedame soll ihn körperlich und psychisch erbauen, ihm helfen, seine schulisch und freizeittechnisch strapazierten Nerven bei langen Spaziergängen zu beruhigen. Als gestandener Schachspieler hätte er sich ja einen ---> Elo zulegen müssen, doch Lotta, ein Mischling ganz nach Professorengeschmack, bringt ihm viel Freude.

Nun: Neben all diesen Tätigkeiten und Hobbies muss natürlich das eine oder andere auf der Strecke bleiben. Unser Magister entscheidet sich, Schach großteils aus seinem Stundenplan zu streichen. Bei keinem der seit vielen Jahren abgehaltenen Monatsturniere findet er Zeit mitzuspielen. Gott sei Dank lässt er sich an manchem Samstag hernieder, in der Landesliga A das eine oder andere Mal das Team zu verstärken.

Aus seiner Zeit als
Sumoringer
Jetzt möchte man meinen, dieser Herr wäre endlich ausgelastet. Doch falsch gedacht! Er entdeckt momentan gerade die Bildenden Künste für sich. So kam ich vor kurzem in den Besitz von Kopien seiner ersten kolorierten Zeichnungen (siehe unten!). Und ich bin mir sicher: Das ist nur ein Anfang! Da kommen sicher bald einmal Aquarelle, Steinskulpturen, Ölgemälde, Webereien und ähnliche Kunstwerke.
Wenn es soweit ist, erfährt das die/der werte LeserIn in diesem Blog!

Ich bin mir sicher, wir werden noch viel Freude mit ihm haben. Und freuen wir uns jetzt schon auf zahlreiche üppige Buffets bei diversen Vernissagen.

Ach ja, bevor ich aufhöre: Die Rede ist hier von "Tuss", mit bürgerlichem Namen Mag. Manfred Theußl, engagierter Deutsch-Professor an der HIB Saalfelden.

Diesen Wunsch in Arabisch (oder nubisch, was dir ja so gefällt) möchte ich dir, lieber Manfred, noch mitgeben:

في العديد من المواهب!

Was so viel heißen soll wie "Auf viele weitere Talente!"



Der Kaufpreise für diese Erstlingswerke entzieht sich leider meiner Kenntnis.

(Dieser Post wurde mit ausdrücklicher Erlaubnis des "Opfers" verfasst.) 😊

Montag, 2. April 2018

April-Verordnung zurückgenommen

So abwegig war der ---> gestrige Post gar nicht. Dieses Problem könnte uns in absehbarer Zeit wirklich ereilen. Doch gestern war der 1. April und da dürfen solche Unwahrheiten produziert werden.
Also, nichts für ungut!

---> zu den Aprilscherzen der letzten Jahre!

Sonntag, 1. April 2018

So ruiniert man die Kleinen

Dass man manche deutsche Städte nicht mehr mit Dieselautos befahren darf, ist nun schon hinlänglich bekannt. Dass aber die EU die Sport-Dachverbände mit dem gleichen Verbot unter Druck setzt, dürfte noch den wenigsten bekannt sein. Ich habe es bei der LM in Salzburg von unserem SLV-Präsidenten Berti erfahren: Alle Fahrten von Mannschaften zu Sportveranstaltungen dürfen in absehbarer Zeit nur mehr mit benzin- oder strombetriebenen Fahrzeugen unternommen werden. Eine dementsprechende Vorinformation hat die FIDE schon an die nationalen Schachverbände versandt.

Was dieser Wahnsinn in der Praxis bedeutet, kann ich nur mit Beispielen aus unserem Klub veranschaulichen:

  • Mit dem fünfköpfigen 1.Klasse-Team darf ich nicht mehr mit meinem Privat-PKW anreisen - er ist ein Dieselfahrzeug.
  • Unser langjähriger Senoplast-Bus, mit dem wir tausende Kilometer herabgespult haben, muss stehen bleiben - er ist ein Dieselfahrzeug.
  • Der Neunsitzer unseres Union-Vereins darf von den Sektionen nicht mehr benützt werden - er ist ein Dieselfahrzeug.

Quelle: Pixabay
Und derartige Beispiele kann jeder Verein aufzählen.

Hier wird Volksvermögen vernichtet!! Wenn man wenigstens eine vieljährige Übergangszeit einführen würde, aber nein, das Ganze soll schon ab 1. Jänner des kommenden Jahres gelten.

Die momentan einzige Lösung, außer einem Neuwagenkauf, ist die Miete eines Taxi-Transporters, denn das Beförderungsgewerbe bekommt Übergangsfristen von einigen Jahren zugestanden. Doch diese Fahrten können wir uns auf Dauer nicht leisten, das übersteigt die bescheidenen Vereinsfinanzen.

Wie unser Klub an dieses Problem herangehen wird, weiß ich noch nicht. Das wird für Union-Obmann Nindl und unseren Sektionsleiter Feichtner schwierig zu lösen sein. Sponsoren werden vermutlich das einzige Allheilmittel sein. Doch deren Gelder fehlen dann wieder an anderer Stelle. Ein Teufelskreis!

Unwelt hin oder her. Mit derartigen Reflexaktionen macht sich die EU keine Freunde...

Samstag, 1. April 2017

Lareol Haircolour Chess

In Russland spielte man vor wenigen Wochen zum siebten Mal das ---> Frauenturnier "Blond gegen Brünett" (übrigens gewannen heuer die Blonden).

Dieser Bewerb ließ mich schon vor zwei Jahren auf eine Idee kommen. Dazu lernte ich vor einem Jahr per Zufall einen leitenden Manager der Kosmetikfirma Lareol kennen, der von meinen Überlegungen begeistert war und kürzlich ein Sponsoring seiner Firma zusagte.

So darf ich nun das Produkt meiner Idee präsentieren, das sich hoffentlich für Schach und Lareol haircosmetic als sehr öffentlichkeitswirksam herausstellen wird:


"LAREOL HAIRCOLOUR CHESS"

- ein Turnier für vier vereinsübergreifend zusammengesetzte Mannschaften, die aufgrund der Haarfarbe erstellt werden. In den Teams können Damen und Herren eingesetzt werden. 

Modus: Gesucht werden jeweils 10 Spieler/innen mit den Haarfarben Blond, Brünett, Schwarz oder Rot. Ob das Haar der Teilnehmer/innen natur oder gefärbt ist, ist egal. Vollglatzen können nicht zugelassen werden. Bei Spieler/innen, die schon zu ergrauen beginnen, muss die ursprüngliche Haarfarbe klar zu erkennen sein.
Sollten sich für ein Haarfarbenteam mehr als 10 Spieler/innen melden, bekommen die elostärksten die Startplätze. Das Mindestalter der Teilnehmer/innen muss 16 Jahre betragen. Jedes Mitglied eines Teams spielt gegen alle Mitglieder der übrigen Mannschaften (Skalitzky-System). Die Bedenkzeit beträgt 5 Minuten.

Kosten: Die Teilnahme ist gratis, Anreisekosten können nicht ersetzt werden.

Der Austragungsort, das Strandbad Seespitz, vor
der prachtvollen Kulisse der "Drei Brüder"
Termin: Samstag, 15. Juli 2017, 10.30 Uhr

Spielort: Strandbad Seespitz in Zell am See, wo Schach auf Tischen unter Sonnenschirmen werbewirksam präsentiert werden kann. Bei schlechtem Wetter wird in einem Partyzelt gespielt.

Preise: Die Veranstaltung sponsert dankenswerterweise die oben erwähnte Firma Lareol, die neben einem beachtlichen Preisgeld von € 2.000,- für das Siegerteam alle Spieler/innen mit besonderen, teils wertvollen Sachpreisen beschenkt.

Gegen Abend geht die
Party ab
Siegerehrung: Um 17.30 Uhr erfolgt die Siegerehrung im Seegelände mit einer anschließenden Beachparty, ebenfalls gesponsert durch Lareol.

Sollten nicht alle Teams mit 10 Teilnehmer/innen bestückt werden können, werden alle Mannschaften auf 8 oder 6 oder 5 Mitglieder reduziert und das Turnier wird eventuell doppelrundig ausgetragen.

Salzburger, lasst uns bitte nicht hängen! Hier werden sicher 40 Spieler für dieses weltweit neuartige Turnier motiviert werden können. Doch auch Nichtsalzburger können sich melden!!
Sollte der Bewerb die Erwartungen der Sponsoren erfüllen, könnte dieses Turnier zu einem Dauerbrenner werden.

Sonntag, 12. März 2017

Etüdenopfer

Im Nachhinein betrachtet, muss man feststellen, dass die Yokozunas am Samstag gegen die Mannschaft von Ach/Burghausen auf Grund der Kräfteverhältnisse an den einzelnen Brettern gewinnen hätten müssen. Aber es läuft nicht immer so, wie es sein soll.

Stellung vor Lxc4
Auf Brett 6 saß Manfred "Tuss" Theußl, ein verlässlicher Spieler mit 1976 Elo, international über 2000, der heuer bisher 3 Punkte aus 5 Partien erzielte und noch keine Niederlage erlitt.
Manfred geht in letzter Zeit mehr und mehr die Musik durch den Kopf: War er schon immer ein Jazzfan, allerdings nur passiv, engagiert er sich seit einigen Jahren aktiv als "Tubabläser" in der Bürgermusik Saalfelden. Nachdem er auch schon seit 14 Jahren Cello lernt, trat er jetzt zusätzlich als Cellist dem Zeller Streichorchester bei. Und so geistern manchmal Bass-Soli oder Cello-Etüden durch seinen Kopf, auch zu Zeiten, wo sie nicht so ganz passen. Das wird wohl auch in der letzten Partie gegen Waldemar Weber, Elo 1649, mehrmals so gewesen sein.
Eine total überlegene Stellung verdarb Manfred durch überhasteten Angriff - dann kam noch die links abgebildete Stellung:
Schwarz am Zug schlug den zweifach gedeckten Bauern c4!?!?? Die Idee war, dass nach dem weißen Lxc4 die schwarze Dame auf e5 nimmt und damit beide ungedeckte Türme angreift. Das hieße für Schwarz: zwei Bauern und Qualität gewonnen. Manfred, gerade bei einer grifftechnisch besonders fordernden Etüde, deckte den e5-Bauern flugs mit Te1, womit er den sicheren Sieg vergab und viele Züge später ins Remis einwilligen musste.
Nach Dxc4 und dem schwarzen Dxe6 hätte aber Weiß mit Dc3 (auch Tc3 wäre eine Möglichkeit gewesen) den Gewinn eines Läufers behauptet.

Und die Moral von der Geschicht'? Denk an d' Musi immer nicht!
(Dieser Post wurde mit ausdrücklicher Erlaubnis des "Opfers" verfasst.) 😄

Donnerstag, 19. Januar 2017

Schachmeister-Grabstein

Quelle: Paxabay (annca)
Nach dem Jännerturnier gab Alexander, unser Sieger, einige Witze zum Besten. Besonders gefiel mir der:

Was steht auf dem Grabstein eines Mathematikers?

"Damit habe ich nicht gerechnet!"

Weil Fasching ist, darf man ein so ernstes Thema auch einmal ruhig von der heiteren Seite betrachten.
Was könnte auf dem Grabstein eines Schachmeisters (Weltmeisters, Vereinsmeisters, ...) stehen?
Vielleicht gibt es einige launige Kommentarmeldungen!?

Dienstag, 1. November 2016

Aus der Welt des Schachs

---> Square off: Ein Schachbrett, auf dem sich die Figuren von alleine bewegen.

---> Musical CHESS an der Grazer Oper

---> U8 bis U12-Weltmeisterschaft 2016 in Georgien: Österreicher(innen) im Mittelfeld

Im ---> "Tagebuch 5 der Kuriositäten" von Schachimedes fand ich unter der Nr. 43 das Schachbuch für Nichtspieler aus dem Jahr 1880 von Adolf Rögner.
Es besteht aus einem Cover und einer Rückseite, innen sind nur 2 Seiten:
Seite 1: Titelseite mit der Aufschrift "Spielregeln für Nichtspieler, 14. verbesserte Auflage "
Seite 2: Hier ist folgender Text zu lesen: "§§ 1 - 101: Halts Maul!"


Freitag, 21. Oktober 2016

Wettkönig Lloyd

Quelle: OpenClipartVectors (Pixabay)
Es gibt Spieler, die bei einer Schachpartie Züge des Gegners nachmachen, bis es irgendwann nicht mehr möglich ist.
Ein Schachspieler soll angeblich einmal mit ---> Samuel Lloyd, einem der berühmtesten Problemkomponisten, gewettet haben, er könne gegen ihn leicht remis spielen, denn er müsse ja nur die Züge von ihm nachmachen. Lloyd nahm lächelnd die Wette an und gewann nach 4 Zügen!
---> zum Spiel!

Samstag, 2. April 2016

Traum geplatzt

Der ---> gestrige Post mit dem Großmeister-Ehepaar war, wie alle Blitzgneißer sofort erkannt hatten, ein Aprilscherz. Jetzt werden wir ohne Profi-Unterstützung die letzten Runden hinter uns bringen müssen ;-). Seufz!

Kein Aprilscherz hingegen ist Markus Raggers neue 2700-Elozahl. Schön!

Freitag, 1. April 2016

Großmeister-Ehepaar hilft USK

Anna Zatonskih
Anna Zatonsikh
Quelle: karpidis (Wikipedia)
DanielFridman1210
Daniel Fridman
Quelle: stefan64 (Wikipedia)
Der Abstieg unserer beiden Mannschaften im laufenden Landesbewerb sowohl der A- als auch der B-Liga ist leider noch nicht ganz gebannt.

Doch ab sofort muss in Uttendorf nicht mehr gezittert werden:

Das in Schachkreisen bestens bekannte Ehepaar GM Daniel Fridmann (Elo 2624) und WGM Anna Zatonskih (2471) verstärkt beide Uttendorfer Teams sowohl in der Schlussrunde der A- als auch der B-Landesliga.

Die beiden Schachprofis verbringen seit Ostern mit ihren beiden Kindern einen dreiwöchigen Wellness-Urlaub auf Schloss Mittersill. Durch den Tourismusverband Mittersill kam die Verbindung mit unserem Sektionsleiter zustande, der eigentlich ein Simultanturnier veranstalten hätte sollen. Unser gewiefter Taktiker Thomas plädierte jedoch für einen einmaligen Einsatz in unseren beiden Mannschaften (denn bei der Simultanveranstaltung hätte unser wortkarger Präsi ja eine Begrüßungs- und Vorstellungsrede halten müssen ;-)). Für seinen Plan fand er nicht nur die Zustimmung des GM-Ehepaars, er gewann über unseren Kassier Günter Hahn auch die Sparkasse Mittersill als Sponsor.

Die beiden Schachprofis freuen sich über die willkommene Abwechslung in ihrem Urlaub und sind schon begierig, das Städtchen Neumarkt kennenzulernen, wo alle Schlussrunden-Spiele laufen werden. Ex-Obmann Erwin Müllauer wird unsere Stars mit seinem Bus chauffieren, seine und meine Gattin haben die Ehre, die beiden Kinder unserer Stars im Fantasiana-Erlebnispark in Straßwalchen zu betreuen.

Der Spielausschuss des SLV gestattete bereits die Nachnennung der beiden Profis.

Hoffentlich sind unsere Schlussrundengegner Mattighofen bzw. Ranshofen über diese außergewöhnliche Verstärkung nicht zu sehr ungehalten, droht doch auch diesen noch der Abstieg. Es könnte natürlich sein, dass beide nur unter Protest antreten.

Einige der verlässlichen Stützen unserer beiden Mannschaften müssen nun leider in der Schlussrunde daheim bleiben, werden diesen Rückschlag jedoch im Interesse unseres Vereines verkraften (hoffe ich zumindest).

Alles Gute den Uttendorfer Teams mit ihren Stargästen!! Letzteren noch erholsame und schöne Tage im Pinzgau!

Mittwoch, 6. Januar 2016

Mahlzeit!

Kazimierz Makarczyk.jpg
Der polnische IM Kazimierz Makarczyk
Quelle: Wikipedia
Eine humorvolle Geschichte, entdeckt im Buch "Damenopfer" von Christian Hesse (C.H.Beck-Verlag) und hier frei nacherzählt:

Der polnische Schach-IM Kazimierz Makarczyk, der deutschen Sprache kaum mächtig, spielte 1930 beim Int. Turnier in Hamburg mit. Beim Abendessen im Hotel ging ein Herr an seinem Tisch vorbei, wobei er sich leicht verneigte und höflich "Mahlzeit!" sagte. Daraufhin erhob sich der Schachmeister, verbeugte sich ebenfalls und erwiderte: "Makarczyk!"
Die gleiche Prozedur wiederholte sich an den beiden folgenden Abenden. Das kam dem Polen dann doch etwas seltsam vor. Er erkundigte sich bei Freunden, ob das in Deutschland denn so üblich sei, dass man sich immer wieder vorstelle. Belustigt wurde er aufgeklärt, was das Wort des Fremden bedeutet.
Am vierten Abend saß Makarczyk schon wieder an seinem Tisch, als besagter Herr den Saal betrat. Nun wollte der Pole sein neues Wissen anbringen, stand auf, verbeugte sich und wünschte "Mahlzeit!" Der Fremde stutzte kurz, verneigte sich dann auch und sprach: "Makarczyk!"

Dienstag, 29. Dezember 2015

Unterstützte Sponsoren

Auf der Website eines steirischen Schachklubs fand ich folgenden Text (wobei ich die Namen der Sponsoren unerwähnt lasse):

WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG UNSERER SPONSOREN:

Name des Sponsors A

Name des Sponsors B


Da ergeben sich zwei Unklarheiten:
1) Bei wem bedankt man sich?
2) Wer unterstützt die Sponsoren dieses Schachklubs?
Es wäre generell interessant, wie viele gesponserte Sponsoren es in Österreich gibt. ;-)

Doch Spaß beiseite! Solche Fehler können nur dem unterlaufen, der aktiv ist. Darum heißt es schon lange im Volksmund: Nur wo gehobelt wird, fallen Späne.
Bitte weiterhobeln!!

Sonntag, 6. Dezember 2015

Ein zeitgemäßer Dialog

In dieser Woche kürte die Universität Graz die --> österreichischen Worte des Jahres 2015, die hier nachzulesen sind.

Quelle: pixabay.com
Unsere Yokozunas verwenden diese Worte in ihrer Umgangssprache bereits wie selbstverständlich.
Folgender erlauschter Dialog nach der gestrigen Partie gegen Mozart Salzburg in einem Restaurant, wo man sich noch für die Heimfahrt stärken wollte, verdeutlicht dies:

Thomas Feichtner: „Also meine Partie gegen den Hanel Reinhard war heute richtig zach. Schade, dass ich nicht mehr als Remis herausholen konnte. In der Lügenpresse wird das aber wahrscheinlich wieder als Remisgeschiebe und -gewinsel abgestempelt.“
Manfred Theußl: „Das kann ich von meinem Spiel nicht behaupten. Meine Willkommenskultur ist beim Hamberger Hermann total angekommen. Er hat sich mein eingestelltes Bäuerlein sofort einverleibt.“
Thomas: „Das kommt, weil du in letzter Zeit  immer rumoxidierst. Würdest neuerlich ein bisschen mehr sporteln, käme dein Gehirn wieder auf Trab. Pass auf, dass du nicht zum Intelligenzflüchtling mutierst!!“
Manfred, sichtlich verärgert: „Jetzt hör aber auf mit deinem Filzmaiern! Das ist ja nicht auszuhalten.“
Thomas: „Sind wir wieder gut! Zur Versöhnung vergesse ich heute meinen Kostendämpfungspfad und gebe eine Gönnung aus: Französisches Bier ist zwar teuer, aber gut. Darum lade ich dich, Herbert, auch gleich ein, damit du einmal weißt, wie exzellentes Bier schmeckt.“
Thomas geht zur Bar, lehnt sich an den Tresen und bestellt: „Drei Bières de Garde!“
Zu seinen Freunden gewandt, macht er eine ausladende Bewegung in Richtung Bar und meint: „Bei dieser besonderen baulichen Maßnahme fühle ich mich immer am wohlsten! Was ist jetzt mit euch, Jungs? Lasst euch nicht bitten!“
Manfred und Herbert springen zur Bar und jubeln: „Frankreich, wir kommen!“
Nach einem kräftigen Schluck meint Herbert: „Ich bin ja kein Rassist, aber mein steirischer Hopfensaft ist mir lieber.“

PS: Das waren noch Zeiten, als wir auf unserem Blog aus den damaligen zahlreichen Kommentaren dreimal das "Superwort des Jahres" wählen konnten:
---> Superwort 08/09
---> Superwort 09/10
---> Superwort 10/11

Samstag, 5. Dezember 2015

Zum zweiten Adventwochenende

Die Klubmitglieder auf den ersten fünf Brettern der Senoplast-Mannschaft spielten heuer überdurchschnittlich oft und gar nicht schlecht. Daran wird sicher die gute Fitness ihren Anteil haben. Wie diese "Jungs" zu ihrer Fitness kommen, was sie sonst noch so drauf haben und was sie allen Blog-Lesern/-innen wünschen, zeigt das folgende Video:




Nachsatz: Die übrigen Mitglieder des Teams konnten nicht mittanzen, da nur für fünf Personen Platz war!

---> Link für das Smartphone:


Samstag, 21. November 2015

Herbstdepression

IM Georg Danner sandte folgendes amüsante Gedichtchen, mit dem ich ein fröhliches Wochenende wünschen will:

Quelle: dapple1, Pixabay
Herbstdepression:  
Verblüht sind Dahlien und Ginster, 
die Abende sind früher finster, 
die Rechnung steigt für Gas und Licht, 
der Tag nimmt ab – ich leider nicht ! 

Dienstag, 6. Oktober 2015

Warum Walter verlor



In seiner letzten LLB-Partie ging Walter Schaler gegen den Radstädter Herbert Berger ziemlich sang- und klanglos unter.

Das Foto links gibt Aufschluss, warum das passieren konnte: Walter begann seine Partie ohne den obligaten Kaffee mit Kuchen!! ;-)