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Dienstag, 29. Dezember 2020

Parte von Erwin

Erwin Müllauer ist am Montag, 4. Jänner 2020, in der Friedhofskapelle Piesendorf zur stillen Verabschiedung aufgebahrt. Wahrscheinlich kann man sich auch am Dienstagvormittag noch von ihm verabschieden. Am Nachmittag findet das Begräbnis im engsten Familienkreis statt.

---> Parte bei Bestattung Kogler, wo man auch Gedenkkerzen entzünden kann. 

---> Parte als pdf!


 

 

 

Einige Bilder von Erwin Müllauer +

Durch Anklicken der Collage kommt man zu einer Einzelansicht der Fotos.

Montag, 28. Dezember 2020

Erwin Müllauer gestorben

 


Gestern, am 27.12.2020 um 22:30 Uhr, starb nach langem Leiden unser Freund und Schachkollege Erwin Müllauer im 75. Lebensjahr.

Erwin engagierte sich jahrzehntelang als Betriebsratsobmann der Fa. Senoplast. Mit großer Tatkraft war er in der Gewerkschaft und Arbeiterkammer tätig. Als Parteiobmann der ÖVP in Piesendorf gehörte er viele Jahre der Gemeindevertretung und dem Gemeinderat der Gemeinde Piesendorf an. Auch in verschiedenen Bundes- und Landesgremien seiner Partei arbeitete er mit großem Einsatz.

Doch nicht genug, war Erwin natürlich auch in unserem Schachklub äußerst aktiv. Er war 10 Jahre lang Sektionsleiter unseres Vereins. In seiner Zeit wurden die größten Erfolge errungen. Jahrzehntelang konnte man sich auf ihn als zuverlässigen Spieler stützen, der auch großteils als Schofför bei Fahrten zu den Auswärtsspielen fungierte. In der Jugendarbeit half er ebenfalls tatkräftig mit, indem er unzählige Wochenenden opferte, um Kinder zu Turnieren zu bringen und sie dort zu betreuen.
So konnte es natürlich auch nicht ausbleiben, dass Erwin im Schach-Landesverband Salzburg mitarbeitete, zunächst als Beisitzer und dann einige Jahre als Vizepräsident.
Was jedoch für das Klubleben unseres Schachvereins ganz wichtig war: Mit Erwin war es immer lustig. In fröhlichen Runden versprühte er seinen Charme und Witz!

Brauchte jemand im privaten Bereich Hilfe, konnte er mit Sicherheit mit Erwins Unterstützung rechnen. Ein Markenzeichen von ihm war, dass er alles mit "Herzblut" machte, wobei er sich oft aufrieb - was sicher auch seiner Gesundheit nicht zuträglich war.

Nun hat er seinen Lebens- und zuletzt Leidensweg vollendet. Wir werden Erwin in bester Erinnerung behalten. Unser Mitgefühlt gilt seiner Gattin Maria, seinen Kindern, Enkel- und Schwiegerkindern und den übrigen Verwandten.

Erwin ruhe in Frieden!

Samstag, 25. April 2020

Aus früheren Zeiten

Zum Vergrößern auf das Blatt klicken!

In Coronazeiten wird in vielen Haushalten gestöbert. Und da tauchen einige alte Schätze auf. So auch der folgende. Es handelt sich um den Liedtext (links), den die Uttendorfer Schachspieler zu Erwins 60. Geburtstag im August 2006 im Piesendorfer Festzelt zum Besten gegeben haben. Es hat sich ganz gut angehört. Leider existieren keine Audio-Dateien.
Dazu wurde vorne bei der Bühne Erwin mit Krone und Zepter als Schachkönig präsentiert.

Wer den Text (verfasst von Inge Grundner) singen möchte, soll die Gstanzl-Melodie von "Und da drobn aufm Bergal..." verwenden. Die letzte kurze Strophe gehört nach "Auf meiner Ranch bin ich König" gesungen.

Montag, 12. Dezember 2016

50 Jahre Freunde

Beim letzten Weihnachtsturnier spendierten Erwin und ich die Getränke der Teilnehmer. Grund: Dank dem Schachklub Uttendorf kennen wir uns nun 50 Jahre lang. Bei meinem ersten Besuch des Schachklubs Uttendorf im Gasthof Robin in Wirtenbach wies man mir Erwin als Spielpartner zu. Er "panierte" mich ungefähr sechsmal. Dann wusste ich, dass ich etwas trainieren muss.
Was Schach anlangt, gingen wir von da an 50 Jahre gemeinsam durch Dick und Dünn, durch erfolgreiche und weniger erfolgreiche Zeiten: als Spieler, Funktionäre, Turnierorganisatoren, Turnierteilnehmer, Urlauber, Bettler, Schülerbetreuer, Schofföre ...
Unsere privaten Treffs mit und ohne Schach sind ungezählt. Wenn ein Turnier beendet ist, alle anderen schon weg sind, sitzen wir immer noch gemütlich beisammen und "ratschen".
Seit zwei Jahren spielen wir jeden Montag im La Vida unser geliebtes Spiel....

Wie sehr sich unsere Lebenswege manchmal gleichen, veranschaulicht auch folgende Geschichte:
Beim gemeinsamen Weihnachtsessen der Familien Müllauer und Grundner im Jahr 2000 berichteten wir einander, dass wir Gallensteine hätten. Erwin meinte ganz launig: "Dann gehen wir gemeinsam operieren!" Einige Monate später bekam ich an einem Sonntag eine Gallenkolik, wurde ins Spital eingeliefert und bald einmal operiert. Am Abend nach der Operation besuchte mich meine Frau. "Weißt du, wer heute auch an der Galle operiert wurde?", fragte sie mich. Auf mein ratloses Gesicht, gab sie die Antwort: "Der Erwin!" Er war dienstlich in der Schweiz unterwegs gewesen, hatte eine Kolik bekommen und war am gleichen Tag wie ich operiert worden.
Auf viele weitere Jahre, Erwin!

Die alten Bilder entstanden Ende der 70er-Jahre, die beiden neueren um 2010:











Samstag, 7. Februar 2015

Reaktionen auf Niederlagen

Auf der Website vom ---> Bahn-Schachklub Wuppertal fand ich eine vergnügliche Anekdotenseite, von der der nachstehende Text stammt. Für die Erlaubnis der Wiedergabe bedanke ich mich recht herzlich.

Quelle: pixabay.com (geralt)
Wenn man eine Partie aufgeben muss, hat man viele Möglichkeiten, es zu tun, je nach Geschmack und Temperament. Eine Zusammenstellung gaben die Meister Kmoch und Reinfeld in Engelhardts Schach-Taschenjahrbuch 1958. Der Leser kann sich unter folgenden historischen Beispielen ein Vorbild suchen.

Sir George Thomas: Fast glücklich zu nennendes Lächeln, herzliches Händeschütteln mit dem Gewinner.
Dr. M. Euwe: Gleichbleibende Freundlichkeit.
A. Nimzowitsch: "Ausgerechnet gegen diesen Idioten muss ich verlieren!"
D. Janowski: Bezeichnete den Gegner als grössten Patzer der Schachgeschichte, machte dem Turnierkomitee heftige Vorwürfe, Leute zum Turnier eingeladen zu haben, "deren klägliches Spiel einen wirklichen Meister krank machen muss".

J. R. Capablanca: Nahm den Ausdruck eines Millionärs an, der einem Bettler ein Geldstück reicht.
Grünfeld: Stellte die Uhr ab und verließ den Kampfplatz, ohne den Gegner auch nur eines Blickes zu würdigen.
Dr. A. Aljechin: Stellte bei Wiederaufnahme der abgebrochenen Partie fest, dass der Gegner den Gewinnzug abgegeben hat, ergriff seinen König und warf ihn quer durch den Turniersaal.
Dr. S. Tartakower: Pflegte überhaupt nicht aufzugeben, sondern sich lieber matt setzen zu lassen, denn er war der Urheber des beherzigenswerten Wortes "Durch Aufgeben hat noch niemand eine Partie gewonnen !"


Obigen Text könnte man mit eigenen Erfahrungen ergänzen.
Erwin bekam z. B. nach einem glücklichen Sieg von einem Tiroler "Schachfreund" eine Dame ins Gesicht geworfen, die ihn an der Augenbraue traf.
Im Internet gewann ich vor kurzem eine Blitzpartie gegen einen zu diesem Zeitpunkt geringfügig elostärkeren Spieler. Der fing daraufhin an, sehr beleidigende Kommentare zu schreiben. Normalerweise würde er gegen solche Schwächlinge, wie ich einer bin, von hundert Partien alle gewinnen .....

Weitere Erfahrungen wären als Kommentar sehr willkommen.

Freitag, 31. Oktober 2014

Klausener Reminiszenzen

Jetzt ist in Südtirol die Zeit des Törggelens. Da auch Pinzgauer Schachspieler diesem Brauch frönen und deswegen einige Tage im Süden verbringen, kamen in mir alte Klausener Erinnerungen der letzten Jahrzehnte hoch, die wir jedoch nicht alle ausbreiten wollen. Doch eine Episode sei hier erzählt:
Bei einem Spiel der traditionellen Klausener Schachturniere stand eine dichte Traube Menschen um ein Brett. Mit meiner eigenen Partie fertig und von Neugier gepackt, was dort denn los sei, kam ich wegen der Menschenmasse gar nicht so nahe an den Ort des Geschehens, dass ich etwas vom Spiel sehen konnten. Ja nicht einmal ein Blick auf die beiden Kontrahenten war zu erhaschen.
Plötzlich ein vielstimmiges Raunen - und die Menschentraube begann sich zögernd aufzulösen.
Mein Blick fiel auf den ersten Spieler. Am Tisch saß mein Freund Erwin, etwas abgekämpft, jedoch zufrieden blickend. Unser (damaliger) Sektionsleiter Erwin Müllauer hat also diese derart vielbeachtete Partie gespielt, registrierte ich geistig mit gewissem Stolz!!
Bewundernd sinnierte ich über unsere Uttendorfer Schachkünste, als noch mehr Kiebitze das Feld räumten. Jetzt erst sah ich Erwins Kontrahenten: Es war Miss Young International Brigitta Cimarolli, die Salzburger Schachqueen der Achtzigerjahre, die sich in einem "sehr ansprechenden" Outfit vom Stuhl erhob.
Da wurde mir schlagartig klar, dass das Uttendorfer Schach keine Menschenmassen bewegt.

PS: Die beiden hatten sich mit einem Unentschieden getrennt.

---> weitere Anekdoten im Blog!

Montag, 11. Juli 2011

Schlechte Verlierer

Unser Alt-Obmann Erwin Müllauer wurde im Alpencup einmal Opfer eines schlechten Verlierers.  Er konnte eine Partie, in der er auf Verlust gestanden war, mit Glück dennoch gewinnen. Daraufhin warf ihm sein Gegner, ein damaliger Staatsliga-B-Spieler, eine Schachfigur auf den Kopf, die Erwin knapp über dem Auge traf. Übrigens: Besagter schlechter Verlierer entschuldigte sich nicht einmal.

Da passt der bei ---> Schachimedes gesehene Schüttelreim:
VOR WUT HAT ER DEM SCHACHGENOSSEN
DEN SCHWARZEN KÖNIG NACHGESCHOSSEN.
(verfasst von Dr. Karl Rapf, Wien, 2004)

Im empfehlenswerten Buch "Das große Humboldt Schachsammelsurium" von Hugo Kastner finden sich mehrere Storys zum Thema "Schlechte Verlierer", z.B.:
  • Ein dänischer Schachspieler brach nach einem Fingerfehler, bei dem er seine Dame eingestellt hatte, nachts in den Turniersaal ein und köpfte alle Damen-Schachfiguren.
  • Bobby Fischer begann in Gewinnstellung immer den Marsch "Bridge over the River Kwai" zu summen.
  • u.v.a.

Dienstag, 22. Februar 2011

Umwidmung

Vor Jahrzehnten war im Klub Preisverteilung zur Vereinsmeisterschaft. Ein uns allen bekannter alter Schachmeister erhielt dabei für einen Stockerlplatz einen Pokal überreicht.
Nach lustiger Siegesfeier war es Zeit heimzufahren. Unser Schachmeister machte sich mit seinem alten, kleinen PKW auf den etwa 20 km langen Weg nach Hause. Auf halber Strecke blieb der Wagen hängen. Das letzte bisschen von Kühlerwasser kochte, der Motor war kurz vor dem Explodieren. Da stand er nun, unser Schachfreund, in stockfinsterer Nacht vor der aufgeklappten Kühlerhaube seines PKWs. Es war lange nach Mitternacht, Handy gab es noch nicht, weit und breit war kein Mensch zu sehen (der Autoverkehr war damals noch spärlich) und vor allem - nirgendwo war Wasser zu sehen oder zu hören!!!
Unser Meister verfiel nun in seiner Not auf die Idee, etwas Körpersaft in den Kühler zu befördern. Doch war das wegen Verbrennungsgefahr äußerst gefährlich und nichts vom kargen, kostbaren Nass sollte vergeudet werden.
Doch wozu hat man einen Pokal im Auto? Damit gelang das Vorhaben bestens und unser Schachmeister gelangte glücklich nach Hause.
Der Pokal kam am nächsten Morgen zum Müll, das Auto kurze Zeit später.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Rätselhafter Anruf

Bei unserem Erwin Müllauer, langjähriger Schach-Sektionsleiter und noch wesentlich länger Mannschaftsführer in verschiedenen Klassen, ruft eines Tages jemand an.
Erwin ist nicht zu Hause. Seine Frau Maria hebt ab. Sie kennt den Anrufer nicht. Dieser bittet sie, ihrem Mann etwas auszurichten. Sie sagt das gerne zu und meint noch: "Und mit wem habe ich gesprochen?" Daraufhin bekommt sie die Antwort: "Mi kennt a! (Mich kennt er.)" Sie wiederholt: "Nein, wie ist ihr Name?" Sie bekommt wieder zurück: "Mi kennt a!"
Maria denkt sich nun ihren Teil und richtet abends ihrem Erwin aus: "Du, da hat heute einer angerufen, dass ich dir etwas mitteilen soll. Er hat aber trotz Aufforderung seinen Namen nicht genannt. Er hat nur gesagt, du kennst ihn."
Der schlaue Erwin erriet trotzdem gleich den Anrufer. Es handelte sich um den Schachkollegen und Obmann des Bad Ischler Schachvereins Dr. Gerhard Mikenda, dessen Name schon mehrmals in diese Richtung missverstanden worden war.

Donnerstag, 11. November 2010

J'adoube

VORWORT FÜR NICHTSCHACHSPIELERiNNEN:
Beim Schach gilt die strenge Regel "berührt - geführt!". Das heißt, wenn man eine Figur angreift, muss man auch mit dieser einen Zug ausführen. Wenn eine Figur auf ein neues Feld gestellt und bereits ausgelassen wurde, muss sie dort stehen bleiben.
Wenn man allerdings einen Spielstein, der nicht ordentlich auf seinem Spielfeld steht, zurechtrücken will, sagt man vorher: "Ich rücke die Figur zurecht". Früher war nur die Verwendung des gleichbedeutenden französischen "J'adoube" (gesprochen "schadub") üblich und wird auch heute noch oft angewandt.

ANEKDOTE:
In den Siebzigerjahren kamen wir mit unseren Meisterschaftspartien schon bis in die Stadt Salzburg.
Dort hatte ich eines Tages im Cafe Mozart gegen einen mir bis dahin unbekannten Gegner anzutreten. Der Name dieses Herren tut nichts zur Sache, der Spieler ist meines Wissens auch schon gestorben - Gott hab ihn selig!
Im Verlauf der Partie stand ich schon klar auf Sieg, als der besagte Salzburger die Dame angriff und auf ein neues Feld stellte. Nachdem er sie schon ausgelassen hatte, merkte er, dass er sein Prachststück hier verlieren würde, schnappte sie schnell wieder, sagte schüttelreimig "adschub" und stellte sie wieder auf ihr Ausgangsfeld zurück. Anschließend zog er mit einer anderen Figur. Da die Stellung für mich sowieso schon klar gewonnen war, verzichtete ich auf einen Protest und stand auch bald als Sieger fest.
Ein, zwei Jahre später spielte wieder ein Uttendorfer gegen diesen Schachfreund. Und wieder ließ der Salzburger sein "adschub" hören. Seither verwenden Erwin und ich in Blitzpartien manchmal spaßhalber diese "Wechstabenverbuchslung".
Hoffentlich hat es noch niemand gehört, sonst könnte man meinen, wir wüssten es nicht besser....

Dienstag, 5. Oktober 2010

Saunaschach

Vor sehr vielen Jahren waren unsere Schachabende noch beim "Metzgerwirt" (heute Cafe Gröfler). Damals nahmen einige Uttendorfer an der "Regionalmeisterschaft" teil, einer Vorstufe zur Landes-Einzelmeisterschaft.
Diese Spiele, die über mehrere Wochen liefen, konnten wir meist nicht im normalen Schachzimmer austragen. Wir durften statt dessen ins "Saunastüberl", das war ein kleiner geheizter Raum in der Saunaanlage des Wirts. Das ließ sich leicht bewerkstelligen, denn die Sauna wurde nur an bestimmten Abenden in Betrieb genommen und war die restliche Zeit unbenützt.
Eines Tages wollte ein altbekannter Uttendorfer Schachrecke bei einer Partie der Regionalmeisterschaft kiebitzen. Er wusste nicht, dass dieses Spiel ausnahmsweise in einem anderen Raum des Gasthauses lief.
Als er erwartungsvoll in die Sauna trat, wurde er von lautem Kreischen, Lachen und Schimpfen in die Flucht geschlagen. Er war in die wöchentliche Damen-Saunarunde eingedrungen.
Von so viel unverhüllter Weiblichkeit verwirrt, war er beim anschließenden Kiebitzen und Analysieren nicht so recht bei der Sache.

Samstag, 23. Januar 2010

Schwyzerdytsch

Erwin und Lois spielten 1978 in Biel/Schweiz ein Open. An einem freien Nachmittag besuchten sie Loisens angeheiratete Verwandte, die aus Österreich stammen, jedoch in der Schweiz leben.
Beim Kaffee plaudert man und unterhält sich ... Plötzlich sprudelt es aus Erwin: "Also, ich versteh da in der Schweiz jedes Wort .... Ich hab mir das Schweizerdeutsch viel schwerer vorgestellt."