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Dienstag, 24. November 2015

"Hajo" als Buchautor

Die meisten Salzburger Schachspieler kennen ihn, den sympathischen deutschen GM Hans-Joachim Hecht, der seit vielen Jahren für Schwarzach in der Bundesliga und fallweise auch in den untergeordneten Ligen antritt. Im Vorjahr spielte er in Maishofen bei der "Offenen Pinzgauer Schnellschach-Meisterschaft" mit und gewann sie auch.

Nun hat "Hajo" ein Buch mit Erinnerungen über sein bewegtes Leben, das sich in seiner Jugend zwischen Ost- und Westdeutschland abspielte, herausgegeben, wobei auch Schach nicht zu kurz kommt: 200 kommentierte Partien, viele Diagramme, zahlreiche Fotos. Das Druckwerk "Rochaden" wurde in der Edition Marco verlegt.
Eine Lesung im Landesverband Salzburg wäre sicher eine tolle Sache!

---> zu einer ausführlichen Buchbesprechung bei chessbase!

Donnerstag, 14. Mai 2015

"Öffnungen"

Vor einiger Zeit wurde in Wien ---> in einer interessanten Veranstaltung das neue Buch von Dr. Freerk Bulthaupt (AT Edition Münster) vorgestellt: "Öffnungen: Die Lebenszüge des Schachmeisters Greco".

Neugierig geworden, schaffte ich das Werk bei Ellmauer an (€ 19,90).
Es handelt sich bei den "Öffnungen" um einen mehr als 600 Seiten langen Roman, in dem der im 17. Jhdt. wirkende Schachmeister Gioachino (Bulthaupt schreibt Gioacchino) Greco der Romanheld ist. Greco stammte aus Kalabrien und war ein wichtiger Vordenker in der Entwicklung des Schachspiels, was er in von ihm verfassten Schriften publizierte. Er kam in der Welt weit herum, doch weiß man von seinem Leben relativ wenig.

Der deutsche Dr. Freerk Bulthaupt, freier Publizist in Berlin, verfasste eine mehr fiktive als historisch korrekte Biographie. Der Roman liest sich leicht und ist umfangreich mit interessanten geschichtlichen Fakten gespickt (Bulthaupt hat Geschichte und Publizistik studiert). Der Autor skizziert einen Menschen, bei dessen erlebnisreichem Lebenslauf man in allen Höhen und Tiefen mitfühlt.

Nach Greco ist auch folgendes Matt benannt:
---> zur Partie!

---> Greco bei Wikipedia!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Zorro, der Rächer der Würstelmänner

Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.
Wie das Wetter zu Vinzenz war, wird es sein das ganze Jahr.


Quelle Pixabay (OpenClips)
Heute am 21. Jänner ist St. Vinzenz, da "heiraten" die Vögel. Weiß meine Frau. Gemeint sind die echten Vögel, nicht solche, die man fallweise beim Schach und auch sonst überall findet.
Auf der Suche nach Material für einen geeigneten Post (unsere Yokozunas lieferten von der Samstag-Niederlage kein Material) fand ich nichts Passendes vom Schach, kam jedoch im Netz an eine lustige H.C.-Artmann-Geschichte: ZORRO. Wer gerne liest und wer den "Weana Schmäh" mag, wird sich "zerkugeln".
Zorro stammt aus dem ---> Buch "Im Schatten der Burenwurst" aus dem Residenzverlag mit Zeichnungen von Ironimus.

---> zur Geschichte "Zorro"!

Samstag, 3. Mai 2014

Bertina Henrichs: Die Schachspielerin

Die in Paris lebende Deutsche Bertina Henrichs schrieb 2005 ihren ersten Roman, den sie "Die Schachspielerin" nannte. Wie der Titel verrät, geht es in diesem Buch um unseren Lieblingssport:
Eleni lebt mit ihrem Mann, einem Automechaniker, und ihren beiden halbwüchsigen Kindern auf Naxos. Sie arbeitet in einem Hotel als Stubenmädchen. Eines Tages stößt sie beim Aufräumen eines Zimmers eine Schachfigur um. In ihr verstärkt sich mit der Zeit der Wunsch, dieses geheimnisvolle Spiel zu erlernen. Aus diesem Grund schenkt sie ihrem Mann zum Geburtstag ein Schachspiel, damit sie miteinander Schach lernen. Doch ihren Gatten interessiert es nicht.
Eleni überlegt nun, das Spiel alleine zu erlernen, trotz ihrer Befürchtungen, das gehöre sich für ein einfaches Stubenmädchen nicht...
Ein einfach und unterhaltsam zu lesender Roman, der gut vermittelt, welche Leidenschaft Schach in manchen Menschen entfachen kann.

Sonntag, 2. März 2014

Personenrätsel

In Helmut Kraussers Erzählung "Spielgeld" wird von einem österreichischen Schachgroßmeister erzählt, den viele der LeserInnen dieses Blogs kennen dürften:
Quelle: pixabay.com
... Ich entdecke den österreichischen Großmeister Dingler. Vor kurzem gewann er das Turnier von Bad Wörishofen. Ein Zocker der besessensten Sorte. Noch nie hat man ihn ohne Zigarette gesehen. Mit 23 Jahren hat er nur noch wenige Haare auf dem Kopf. Um seine Augen spielt ein chronisch-nervöses Zucken. Man hält ihn für vierzig ...
Krausser und Dingler spielen um Geld Backgammon, wobei sich Dingler dann "in Ekstase spielt":
... Tollkühn oder waghalsig ist kein Ausdruck mehr für das, was er auf dem Board fabriziert...
... und ich spüre, dass ich nicht fähig bin, mich gegen die Energie aufzulehnen, die sich in jedem seiner Züge entlädt ... 
Auf Wikipedia findet man die Sieger des Schachfestivals Bad Wörishofen, auch die aus den Achtzigerjahren.

Samstag, 25. Januar 2014

Lushins Verteidigung

Bereits Weihnachten 2012 erhielt ich von meiner Gattin den Roman "Lushins Verteidigung" von Vladimir Nabokov:

Der kleine Lushin, eine rein fiktive Figur Nabokovs, lebt im russischen St. Petersburg. Er ist bereits sehr bald ein sozial abgekapselter Mensch, der weder zu seinen Eltern noch zu seiner Gouvernante eine enge oder gar liebevolle Beziehung hat. Auch seinen Mitschülern geht er bei jeder Gelegenheit aus dem Weg, er wird der Prototyp eines Einzelgängers.
Durch Zufall fällt ihm ein Schachspiel in die Hand. Ein Bekannter seiner Tante bringt dem Buben die Feinheiten des Spiels näher. Bereits nach kurzer Zeit besiegt Lushin seinen ersten Lehrmeister und in der Folge viele Erwachsene.
Als "Wunderknabe" wird er nun herumgereicht, bestreitet unter der Schirmherrschaft seines "Managers" Walentinow zahlreiche Turniere, Simultan- und Blindspiele. Bald gilt er als einer der Anwärter auf den Weltmeistertitel.
Lushin lebt nur im Reich der 64 Felder und altert sehr schnell, die Aura des Wunderkindes verblasst, die richtig aufsehenerregenden Turniererfolge bleiben wegen des zuletzt praktizierten vorsichtigen Spielstils aus. Da lässt ihn Walentinow fallen.
Der nun auf sich allein gestellte Lushin will das große Schachturnier in Berlin bestreiten und es noch einmal ganz genau wissen, denn der Sieger darf den amtierenden Weltmeister herausfordern....

Empfehlung: Lesenswert!
Der Roman wurde im Jahr 2000 auch verfilmt.

---> Vladimir Nabakov (wikipedia)!
---> zur Buchvorstellung beim Rowohlt-Verlag!
---> zu einer Filmbeschreibung!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Carl Haffners Liebe zum Unentschieden

"Der Trend zum Zweitbuch wächst!" sagte unser verstorbener Schachfreund Klaus Ellmauer schon vor Jahrzehnten, nachdem er seine Buchhandlungen eröffnet hatte.
Also schenkte ich mir zu Weihnachten für meinen Kindle einen Schachroman des Österreichers Thomas Glavinic: "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden".

Es geht darin um den Wiener Schachmeister Carl Haffner, der bekannt für seinen sicheren Spielstil ist. Nach vielen nationalen und internationalen Erfolgen darf er schließlich gegen Weltmeister Emanuel Lasker in einem Weltmeisterschaftskampf antreten. Bis zur zehnten und letzten Partie führt Haffner mit einem Sieg, den er in Runde 5 durch einen Fehlgriff Laskers errungen hat.
Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel: Mit einem Remis ist der Herausforderer Weltmeister. Bei einer Niederlage endet der Wettkampf unentschieden und Lasker bleibt Champion.
In diesem letzten Spiel wirft Haffner seine immer praktizierte Spielweise über Bord....

Die Figuren in Glavinics Roman sind teils historisch, teils fiktiv. Carl Haffner stellt mehr oder weniger Carl Schlechter dar, der wirklich 1910 gegen Lasker einen WM-Kampf über 10 Runden unentschieden halten konnte.

Der Autor war bis Ende der 90er-Jahre selbst aktiver Turnierschachspieler. 2039 war seine höchste jemals erreichte nationale Elozahl, in der Fide-Liste wird er mit 2125 geführt. Soweit man aus den vorgenannten Aufzeichnungen ersehen kann, dürfte er aber nie sehr viel gespielt haben.

Meine Empfehlung für diesen Roman: Lesenswert, nicht nur für Schachspieler!

---> Das Buch auf der Webseite von Thomas Clavinic!
---> ausführliche Rezension bei Zeit online!
---> Glavinic bei "Willkommen Österreich"!