Sonntag, 1. April 2018

So ruiniert man die Kleinen

Dass man manche deutsche Städte nicht mehr mit Dieselautos befahren darf, ist nun schon hinlänglich bekannt. Dass aber die EU die Sport-Dachverbände mit dem gleichen Verbot unter Druck setzt, dürfte noch den wenigsten bekannt sein. Ich habe es bei der LM in Salzburg von unserem SLV-Präsidenten Berti erfahren: Alle Fahrten von Mannschaften zu Sportveranstaltungen dürfen in absehbarer Zeit nur mehr mit benzin- oder strombetriebenen Fahrzeugen unternommen werden. Eine dementsprechende Vorinformation hat die FIDE schon an die nationalen Schachverbände versandt.

Was dieser Wahnsinn in der Praxis bedeutet, kann ich nur mit Beispielen aus unserem Klub veranschaulichen:

  • Mit dem fünfköpfigen 1.Klasse-Team darf ich nicht mehr mit meinem Privat-PKW anreisen - er ist ein Dieselfahrzeug.
  • Unser langjähriger Senoplast-Bus, mit dem wir tausende Kilometer herabgespult haben, muss stehen bleiben - er ist ein Dieselfahrzeug.
  • Der Neunsitzer unseres Union-Vereins darf von den Sektionen nicht mehr benützt werden - er ist ein Dieselfahrzeug.

Quelle: Pixabay
Und derartige Beispiele kann jeder Verein aufzählen.

Hier wird Volksvermögen vernichtet!! Wenn man wenigstens eine vieljährige Übergangszeit einführen würde, aber nein, das Ganze soll schon ab 1. Jänner des kommenden Jahres gelten.

Die momentan einzige Lösung, außer einem Neuwagenkauf, ist die Miete eines Taxi-Transporters, denn das Beförderungsgewerbe bekommt Übergangsfristen von einigen Jahren zugestanden. Doch diese Fahrten können wir uns auf Dauer nicht leisten, das übersteigt die bescheidenen Vereinsfinanzen.

Wie unser Klub an dieses Problem herangehen wird, weiß ich noch nicht. Das wird für Union-Obmann Nindl und unseren Sektionsleiter Feichtner schwierig zu lösen sein. Sponsoren werden vermutlich das einzige Allheilmittel sein. Doch deren Gelder fehlen dann wieder an anderer Stelle. Ein Teufelskreis!

Unwelt hin oder her. Mit derartigen Reflexaktionen macht sich die EU keine Freunde...

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