Sonntag, 4. Oktober 2015

Jugendbrett

Quelle: suzannerowcliffe0 (Pixabay)
Der Landesverband hat für 12. Okt. 2015, 19 Uhr, eine Sitzung im Gasthof Rechenwirt anberaumt, zu der jeder Verein einen Vertreter senden soll. Es geht darum, ob in Zukunft in der Lndesliga A (LLA) und Landesliga B (LLB) ein Brett verpflichtend von einem Jugendlichen besetzt werden muss.

Wem Schach am Herzen liegt, der muss trotz aller Probleme, die auftauchen werden und deshalb gründlich geklärt gehören, diesem Vorhaben zustimmen. Nur so kann der Überalterung in unserem Sport entgegengewirkt werden.

Ich persönlich würde allerdings für zwei Jugendbretter plädieren, denn ein Kind alleine würde sich bei den teils weiten Anfahrten in der "Altherrengesellschaft" alleine vorkommen und bald einmal die Lust am Mitfahren und Mitspielen verlieren.

Das Hauptproblem in der ganzen Angelegenheit wird für viele Vereine sein, wie sie an Jugendliche herankommen.

Siehe dazugehörige Umfrage im rechten Frame!!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich glaube nicht, dass ein verpflichtendes Jugendbrett zu einer Verbesserung der Nachwuchssituation führt. Eher wird es dazu führen, dass Vereine dann eben nicht mehr an Meisterschaften teilnehmen, weil sie keine Jugendlichen haben. Sinnvoll fände ich, dass Vereine, die es schaffen, dass Jugendliche regelmäßig in den Ligen spielen, vom Landesverband eine Unterstützung für die Jugendarbeit erhalten.
Förderung / Anerkennung / Unterstützung: ja, Zwang: nein.
Gruß Werner

grd hat gesagt…

Hallo, Werner!
Deine Argumente haben sicher viel für sich. Ich sehe das Jugendbrett weniger als Zwang sondern als neue Spielregel, die man im Fall einer Teilnahme zu befolgen hat. Vereine, die sich überhaupt nicht um Jugendarbeit kümmern, werden sich sowieso auflösen müssen, da die Senioren ja früher oder später ausfallen werden ...
Bei dem von mir schon geschätzten Jugendbrett ist mir aber inzwischen ein anderes, beinahe fürchterliches Szenario in den Sinn gekommen:
Wir fahren mit Jugendlichen zur Begegnung in die Ferne. Dort erfahren wir, dass der gegnerische Verein das Jugendbrett nicht besetzt. Das wäre so kontraproduktiv, womit alle Bemühungen um die Jugendarbeit zunichte gemacht würden.

Anonym hat gesagt…

Die Frage ist halt - mal durchgespielt an unserem Verein: was genau wird sich in Uttendorf ändern, wenn ein Jugendbrett verpflichtend eingeführt wird? Wird das wirklich der Auslöser dafür sein, dass sich wieder jemand dafür begeistert und mit Schüler-/Jugendarbeit in unserem Verein beginnt? Ich vermute eher nicht. Ich glaube, es müssen schon ein paar glückliche Umstände zusammen treffen, damit in einem Schachverein mit Jugendarbeit begonnen wird (ein schachbegeisterter Lehrer; ein Schachfan, der in der Lage ist, andere zu begeistern und der bereit ist, seine Freizeit als Trainer zur Verfügung zu stellen; ein Jugendlicher mit schachbegeisterten Eltern; eine Gruppe Jugendlicher, die gemeinsam Interesse an Schach haben und im Verein jemanden zum Training bewegen können etc) - und wenn das in einem Verein "passiert", dann bin ich dafür, dass diese Initiative größt möglich gefördert wird. Allen anderen Vereinen kann man nur wünschen, dass sie lange genug bestehen, bis es auch bei ihnen wieder klappt. Ich vermute, dass ein verpflichtendes Jugendbrett die Zeit verkürzt, die der eine oder andere Verein noch hat - da Mannschaften evt zurückgezogen, wenn die Gefahr besteht, dass es ein unbesetztes Jugendbrett gibt. Und was das bedeutet kann man auch in unserem Verein sehen .... die Spieler, die nicht mehr regelmäßig in der Liga spielen (auch wenn sie ab und an gebettelt werden müssen :)), verlieren früher oder später ganz den Kontakt zum Verein.

Anonym hat gesagt…

Ich hätte gerne ein Frauenbrett, am liebsten wäre mir, wenn es mit Nubierinnen besetzt werden müsste. Lg, manfredo