Donnerstag, 6. Februar 2014

Interessanter Wertungsmodus

Das "Zurich Chess Challenge 2014" ist Geschichte. Weltmeister Carlsen setzte sich in seinem ersten Turnier nach dem WM-Kampf knapp durch. Ob es nun wirklich das stärkste Turnier aller Zeiten war, weiß ich nicht. Chessbase ordnet es bei einem Eloschnitt von 2800,8 der Kategorie 22 zu. Und derartige Turniere gab es schon einige. In Wikipedia wurde der Eloschnitt auf 2801 aufgerundet, was Kategorie 23 bedeutet - und ein solches Turnier hatte es bislang noch nie gegeben.

Interessant war der Durchführungs-Modus, da von den sechs Supergroßmeistern insgesamt drei Turniere zu bestreiten waren:
1) Blitzschach: 1) Carlsen 3, 2) Aronian 3, 3) Nakamura 2.5, 4) Caruana 2.5, 5) Anand 2.5, 6) Gelfand 1.5
Fabiano Caruana
amerikanisch-italienischer Super-GM
zweimal gegen Carlsen erfolgreich
Bild: Przemyslaw Jahr über Wikipedia
Die Endreihung ergab die Startnummer für jeden Teilnehmer. Die Spieler auf den Plätzen 1 bis 3 hatten also im Normalschach einmal öfter Weiß.
2) Turnierschach: 1) Carlsen 8, 2) Aronian 6, 3) Caruana 5, 4) Nakamura 4, 5) Anand 4, 6) Gelfand 3
Die Turnierschach-Wertung kam zustande, indem für jeden Sieg zwei Punkte, für jedes Remis ein Punkt vergeben wurden.
3) Schnellschach: 1) Caruana 4, 2) Nakamura 3.5, 3) Aronian 3, 4) Carlsen 2, 5) Gelfand 1.5, 6) Anand 1
Bei der Schnellschach-Wertung gab es keine Verdoppelung der Punkte.

Die Punkte aus 2 und 3 wurden für die Gesamtwertung addiert und ergaben folgenden Endstand:
1) Magnus Carlsen 10, 2) Fabiano Caruana 9, 3) Levon Aronian 9, 4) Hikaru Nakamura 7.5, 5) Visvanathan Anand 5, 6) Boris Gelfand 4.5

Auffallend, dass Caruana den Weltmeister sowohl im Schnell- als auch Blitzschach besiegen konnte.

Ein derart gewertetes Turnier auf Klubebene durchzuführen, fände ich toll.
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