Samstag, 3. November 2012

Spielbericht Ach-Burghausen - Yokozuna


Manfred Theußl ("Tuss", siehe Bild) hat über den schönen 5:1-Erfolg der Yokozunas gegen Ach/Burghausen den nachstehenden interessanten Bericht geschrieben, der in einem flammenden Appell an seine Mannschaftsmitglieder endet:


Yokozuna-Mannschaftsführer und Präsident Thomas "Halvar" Feichtner hat kräftig die Segel gehisst und will die dicken Männer in den Hafen der Staatsliga B führen - vielleicht ist ihm aber auch nur das bayrische Bier in den Kopf gestiegen. Jedenfalls war nach dem 5:1 gegen Ach-Burghausen die Stimmung großartig und die anschließende Feier im Grünauerhof fiel dem Sieg entsprechend aus.
Nun aber zu den Partien: Auf Brett 1 konnte Werner die extreme Zeitnot seines Gegners ausnützen, der einen Bauern einstellte. Diesen Mehrbauern verwertete Werner im Turmendspiel wirklich großartig - Chapeau!

Auf Brett 2 verwickelte Gü seinen Gegner in einen hochkomplizierten Sizilianer - mir wurde beim Zuschauen schon schwindlig, da so viele Figuren hingen. Schlussendlich hatte Gü einen Mehrbauen auf der a-Linie, für den sein Gegner die Qualität opfern musste. Bei drei Bauern und Läufer gegen drei Bauern und Turm kann man sich auf Gü verlassen, der meint, dass das "Gerade" doch immer besser als das "Schräge" sei.
Präsident Halvar lehnte ein Remis ab - ja, liebe Schachfreunde, er hat es laut und deutlich abgelehnt. Keiner von uns kann den wahren Beweggrund für dieses unpräsidiale Verhalten nachvollziehen, aber es war wirklich so. Gestärkt durch diesen Mutausbruch opferte er auch noch eine Qualität und gewann dabei einen Bauern, den er wirklich souverän zum Sieg verwertete. Wenn er jetzt in Zukunft alle Remisangebote ablehnt, werden wir bald einen zweiten 2100 in unseren Reihen haben.
Unser Herbert, der in der Steiermark seine Gegner reihenweise vermöbelt, hat nach seiner Damenspende gegen Mattighofen kleinere Probleme mit der Koordination. Diesmal entfiel ihm, dass man in manchen Stellungen mit dem König über den Turm hüpfen darf. Er probierte es dann mit Kf8, zu diesem Zeitpunkt war aber schon ein kleines, feines Mattnetz geknüpft. Er möchte seine momentane Schwäche nun zuhause mit einer Kernöl-Hopfenersatz-Therapie auskurieren und gestärkt wieder ans Brett zurückkehren. Er meinte allerdings, wenn wir jedesmal 5:1 gewinnen, wenn er verliert, würde das schon passen für ihn.
Ich hatte etwas Glück, dass mein Gegner einen Bauern einstellte und ich meinen Springer auf e5 einpflanzen konnte. Ein kleiner Abschlusstrick mit einem Turmopfer führte zum Sieg.
Gerhard, der extrem kurzfristig einsprang, ist auf Brett 6 natürlich eine Kraft. Früh eroberte er einen Bauern und ließ nichts anbrennen. Er ist wahrscheinlich europaweit der einzige Spieler, der es in jeder Schwarzpartie schafft, seinen Turm vor dem 11. Zug auf h6 zu postieren. Doch diese Aggressivität machte sich auch diesmal bezahlt.
So - nun hoffen wir natürlich, dass dieser Trend anhält und dass der Präsident vielleicht beim nächsten Sieg eine Runde zahlt.Schiff ahoi, Männer von Flake,euer Manfredo
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